Andrea Lagerbauer Rufer und Natasha Rufer auf Radtour bei Bad Endorf im Chiemgau Chiemgauer Radhaus in Prien am Chiemsee - Bahnhofplatz

 

 

 

 

Kaufberatung Kinderräder:

 

 

 

 

 

 

 

 

Laufrad oder Roller

Meist der Einstieg ins Radlerleben.
Der fruher gern genutzte Roller wurde heute fast völlig vom Laufrad abgelöst. Zurecht? Wir denken ja! Der Roller ist zwar auch eine gute Gleichgewichtsschule und man kommt ebenso wie mit dem Laufrad recht passabel vorwärts, aber mit dem Laufrad ist der gesamte Bewegungsablauf zum Gleichgewichthalten dem auf dem Rad sehr viel ähnlicher.
Je nach Entwicklung des Kindes sind Laufräder schon ab 2,5 - 3 Jahren von den Kleinen beherrschbar.
 

Spielräder

Beim Spielrad kommt zum Laufrad noch das paar Pedale dazu. In der Regel werden noch ein paar Stützräder mitgeliefert, von deren Gebrauch wir aber dringend abraten würden, da die Kids sonst das auf dem Laufrad erlernte, gleich wieder verlernen. Nach 1-2 Stunden Übung hat es fast jedes Kind raus auch ohne Stützräder zu fahren.
Empfehlenswert ist es, nach 1-1,5 Jahren auf dem Laufrad die Kinder aufs Spielrad zu setzen. Bei weiteren Strecken würden wir (zusätzlich) ein Trailerbike empfehlen.

Mädchenrad

Jetzt wirds ein richtiges Fahrrad. Gepäckträger, Licht und sogar eine Schaltung - alles dran. Ab gut 200€ ist man mit einem einfachen 20 Zoll Stahlrad dabei. Denken Sie aber daran, diese einfacheren Räder sind einfach schwer. 13-14kg sind für ein kleines Kind ein enormes Gewicht - soviel wiegen sie fast selber. Sehr sinnvoll erscheint uns daher das hier gezeigte KTM Wildcat das ab 339€ erhältlich ist. Leichter und robuster Alurahmen und eine grundsolide Ausstattung.


Technisch einigermaßen fitten Kindern sollte man gerade bei der hügligen Umgebung von Prien ernsthaft überlegen nicht nur die bei 20 Zoll Rädern üblichen 3 Gänge anzugedeihen, sondern gleich mit 6 oder 7 Gängen anzufangen.
Bei 24 Zoll Rädern würden wir keinesfalls weniger als 7 Gänge empfehlen. Viele Kids sind auch mit einer modernen Kettenschaltung mit 21 bis 24 Gängen nicht überfordert.

Jungenrad

Seit etwa einem Jahr haben wir endlich auch ein richtig schickes und dennoch leichtes Jungenrad in 20 Zoll und das auch noch in der praktischen Y-Form.


Unten haben wir mal die Y- und die Diamantrahmenform -jeweils in 26 Zoll abgebildet.
Die beiden Rahmenformen haben ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile.
Y-Rahmen sind hier im Vergleich die Schwergewichte. Sie haben aber den unbestreibaren Vorteil, daß sie auf Grund ihrer Rahmenform ziemlich lang passen, aber nicht so uncool wie ein Mädchenrad sind.



Der klassische Diamantrahmen nutzt auch beim Kinderrad seine Vorteile: Er ist vergleichsweise leicht und steif. Dafür kann man die Kids noch nicht so schnell aufs größere Rad setzen.



Ausstattungstips

20 Zoll

  • Nabendynamo nur, wenn man sich sicher ist oft in die Dunkelheit zu kommen. In dem Alter ist das eher ungewöhnlich und man kann sich etwas Geld und Gewicht sparen.
  • 3 Gang reicht in den meisten Fällen aus. Mehr Gänge, nur wenn die Kids kognitiv fit sind.
  • Alurahmen - jedes Gramm das man bei Kinderrädern sparen kann ist gut.
  • Auch Federungen sind schwer, kosten aber bringen bei Kinderrädern so gut wie nichts.

24 Zoll

  • Jetzt kommen die Kids doch eher mal in die Dunkelheit - nach dem Sport, nach einem langen Schultag im Herbst etc. - also den defektunanfälligen Nabendynamo wählen.
  • Schaltung nicht unter 7 Gängen.
  • Um eine Federgabel kommt man oft aus coolnessgründen nicht herum. Hinten ist sie nur defektanfällig und schwer.
  • Wenn das 20 Zoll Rad lang genug gepasst hat, gleich auf einen Diamantrahmen umsteigen.
  • Und auch hier würden wir wieder ganz klar zum Alurahmen tendieren.

Jugendrad

  • 26 Zoll mit Mountainbikeoptik ist oft die richtige Wahl für die Jungs.
  • Bei Mädels klappt sogar manchmal gleich der Sprung zu einem kleinen 28 Zoll Erwachsenenrad.
  • Auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder achten. Es bringt nichts, wenn der Jugendliche ein cooles Dirtbike will und Sie ihm ein uncooles Vernunftsrad kaufen. Entweder es wird dann nicht benutzt oder es wird solange alles uncoole abgebaut, bis es halbwegs den Vorstellungen Ihres Nachwuchses entspricht. Beides wäre schade und nicht im Sinne des Erfinders.