Andrea Lagerbauer Rufer und Natasha Rufer auf Radtour bei Bad Endorf im Chiemgau Chiemgauer Radhaus in Prien am Chiemsee - Bahnhofplatz

 

 

 

 

Kaufberatung GPS:

 

 

 

 

 

 

 

 

Outdoor oder Fahrrad-GPS, wie funktioniert das überhaupt?

Manche stellen sich das ganz so wie beim Auto vor:

Start: Prien
Ziel: Frasdorfer Hütte
Verkehrsmittel: Fahrrad

 

und jetzt Computer, mach mal!

Was der Computer aber nicht weiß:
Wie groß darf die Straße sein, damit sie noch akzeptiert wird?
Wie schmal und verwinkelt darf der Pfad sein, daß es mit dem zur Verfügung stehenden Rad überhaupt funktioniert.
Letztendlich bleibt einem bei Radtouren nur dieselbe Methode wie früher mit der papierenen Landkarte:

Entweder ich nutze die Erfahrung von anderen - diesmal halt nicht per Buch sondern per elektronischer GPS Wegbeschreibung - die ich einfach in mein GPS Gerät reinlade und der ich dann folge.

Oder ich setzte mich vor die Karte in meinem Rechner und klicke mir schnell die Strecke zusammen, die ich fahren oder gehen will und lade diese wieder auf mein GPS Gerät.

Moment, das klingt ja so, als ob es mit dem GPS-Gerät allein noch nicht getan sei – und so ist es auch. Zusätzlich ist immer auch ein Computer und ein paar Kabel nötig, der Rest ist optional.

Um im Computer die Strecken zu planen reicht eine einfache Internetverbindung. Auf den kostenlosen Seiten wie gpsies.de, gps-tour.info oder wikiloc.com kann man entweder selber planen oder findet schöne Touren zum nachfahren.

Hab ich da nicht mal was davon gelesen, daß es jetzt neue Geräte gibt, die auch das Routing ganz so wie im Auto beherrschen?

Xplova G5

Richtig, die ersten Geräte können das inzwischen, aber da bleibt die Ausgangsfrage, wie viele Wege kennt dann dieses Gerät überhaupt? Routet es so, wie ich will? Meist beherrschen diese Geräte wenig bis keine Möglichkeiten das Routing zu beeinflussen. Man hat zum Beispiel beim Xplova nur die Möglichkeit das Standardrouting für Radler oder (als Rennradler) einfach das Motorradrouting zu verwenden. Auf Grund der vielfältigen Möglichkeiten und der daher etwas komplexeren Bedienung eher ein Gerät für technisch interessierte und sportlich fahrende Radler, die oft neben den GPS-Daten auch an ihren eigenen Werten, wie Puls etc. interessiert sind. Auch das kompakte Format und die variablen Anzeigemodi machen das Gerät für Sportler zum idealen Begleiter.
Auch hier haben wir ein Gerät im Verleih für 9€/Tag (kein längerer Verleih möglich). Auch hier wird natürlich der Mietpreis beim Kauf gutgeschrieben.

Sie sind eher der Tourenradler und brauchen ein einfach zu bedienendes, solides Gerät ohne Firlefanz?

Falk Ibex Serie

Der nagelneue Falk Ibex ist für uns das nahezu perfekte Gerät für Alltags- und Tourenradler. Seine größte Schwäche ist, daß das Kartenmaterial gerade erst sukzessive vermehrt wird. Aber hierzulande ist das Gerät schon nahezu perfekt für Reiseradler und Urlauber vorbereitet: 20 000km Radwege vom ADFC und eine halbe Million Ausflugsziele von KOMPASS ergänzen das rund 2 Millionen Kilometer umfassende Streckennetz aus Straßen, Rad-, Feld-, Wald- und Wanderwegen.Dabei sind die Karten und Inhalte voll routingfähig. Vergleichbar mit der Autonavigation, lassen sich neue Ziele auch unterwegs auswählen und ansteuern. Eine aufwändige und wenig spontane Tourenplanung am Computer gehört damit der Vergangenheit an – ist aber nicht ausgeschlossen.
Zahlreiche Zusatzfunktionen wie die Auswahl verschiedener Routen nach der persönlichen Leistungsfähigkeit, die Darstellung von Höhenprofilen oder die Berechnung des Heimwegs mittels öffentlicher Verkehrsmittel wie Bus und Bahn runden das umfangreiche Ausstattungspaket des Falk Ibex ab.

Wichtig: Wer wenig Platz am Lenker hat, sollte unbedingt sein Rad zur Anprobe mitbringen! Der Ibex-Halter ist nicht der kleinste auf dem Markt.
Auch hier haben wir ein Gerät im Verleih für 9€/Tag (kein längerer Verleih möglich). Auch hier wird natürlich der Mietpreis beim Kauf gutgeschrieben.
 

Garmin Edge Serie

Der Sportler unter den GPS Geräten. Das Edge - in welcher Version auch immer ist eine Kombination aus Fahrradcomputer und GPS Empfänger.

Interessant ist unserer Meinung nach besonders das Edge 800

Das Gerät glänzt durch die logische und einfache Bedienung, wie man sich von der Dakota und der Oregon Serie her kennt. Ergänzt diese aber durch einen hochwertigen Radcomputer mit allen wichtigen Funktionen.

Nachdem beim Edge das Augenmerk auf den sehr sportlichen Radlern liegt, ist es auch relativ leicht und klein und steht somit in direkter Konkurrenz zum Xplova G5. Unseres Erachtens stehen hier persönliche Vorlieben und die benötigten Karten im Vordergrund um sich für eines der beiden Geräte zu entscheiden. Die Displaygröße beim 800 entspreicht den 6,6cm des Dakotas.
Die anderen Edge Modelle haben einen kleineren Bildschirm mit den entsprechenden Nachteilen.

Garmin Dakota Serie

Die neue Einsteigerserie von Garmin. Zwar gibt es auch noch günstigere Modelle von Garmin, andererseits will sich gerade ein Einsteiger nicht mit der teilweise recht komplizierten Technik nicht groß auseinandersetzen müssen. Dank seines Touchscrees und der bebilderten Menüführung ist die Bedienung bedeutend einfacher als bei den meisten anderen Geräten.

Leichte Bedienbarkeit, ein gutes Display sind die Wünsche der Einsteiger. Funktionell muß man in erster Linie nur in Kauf nehmen, daß das Display mit seiner 6,6cm Diagonale etwas kleiner als bei den teureren Geräten ausfällt und serienmäßig nur eine eine Basiskarte eingebaut hat. Das Gerät mit weiteren Karten zu erweitern ist natürlich problemlos möglich.

Garmin Oregon Serie

Das bessere Dakota. Besonders auffällig das größere (7,6cm Diagonale) Display und ein erweiteter Funktionsumfang gegenüber dem Dakota. In der Lususversion Oregon 550 sogar mit einer eigenen Digitalkamera mit 3,2 Megapixel ausgerüstet. Damit kann man eine Tour wunderbar dokumentieren, den die Fotos werden mit Geo-Tags der aufgenommenen Position versehen, sodaß man auch später noch genau weiß, wo das Foto gemacht worden ist.

Als Karte ist je nach Modell von der Basiskarte (Oregon 200) bis hin zur guten Freizeitkarte (Oregon 400t und Oregon 550t). Hinzufügen weiterer Karten ist natürlich jederzeit möglich, die dann bis zu 60 000km Radfernwege schon kennen).

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Funktion des Gerätes mit unserem Vorführgerät Oregon 400t, das sie für 9€/ Tag (kein längerer Verleih möglich) bei uns ausleihen können. Der Betrag einer Tagesausleihe wird übrigens beim Kauf eines GPS-Gerätes bei uns im Haus gutgeschrieben.

SatMap Active 10

Unsere Neuentdeckung mit riesigem Display (8,9cm Diagonale) und hervorragender Topgrafischer Karte. Die Karte hat standardmäßig eine 1:50.000er Auflösung. Optional erhältlich ist aber noch eine 1:25.000er Karte. Für normale Radtouren ist die 1:50.000er Karte ausreichend, mit fürs Wandern und Mountainbiken empfehlen wir Ihnen die genaueren Karten.

Im Gegensatz zum Garmin Dakota und Oregon hat das Satmap keinen Touchscreen. Das wird aber durch eine intelligente Benutzerführung mehr als wett gemacht. Das glasklare Display, die One Touch Bedienung und das große Display machen dieses Manko mehr als wett.

Der Fahrradhalter ist darüberhinaus ein echtes Highlight. Nicht so schlank wie das Gegenstück von Garmin, dafür - dank echtem Klick Fix System - leicht bedienbar und enorm flexibel.

Auch hier haben wir ein Gerät im Verleih für 9€/Tag (kein längerer Verleih möglich). Auch hier wird natürlich der Mietpreis beim Kauf gutgeschrieben.

Sparen

Jetzt wirds schwierig, denn wo soll man beim Abspecken verzichten. Natürlich gibt es Geräte ohne Kartendarstellung schon ab ca. 150.-€ - aber wer will schon ein Navi ohne Karte und nur mit Richtungspfeil?
Auch ab ca. 250.-€ gibt es schon das Xplova G3 mit Open Street Maps, aber dafür winzigem Bildschirm. Zugegeben, ein sehr schönes Gerät mit guter Funktion und somit dann spannend, wenn man die Kartenanzeige nur selten braucht. Aber dann sind wir mit gut 100€ mehr auch schon beim Falk Ibex - unserem heimlichen Favoriten in der gezeigten Auswahl - mit guter Karte, einfacher Bedienung und solider Funktion.